Waldbaden (Shinrin-Yoku)


Waldbaden – Gestresst in den Wald, erholt und entspannt zurückkehren?

Ja, das ist möglich und wir unterstützen Dich dabei. Als zertifizierte Kursleiter für Waldbaden führen wir Dich in die Atmosphäre des Waldes hinein und Du kannst die Natur mit all Deinen Sinnen genießen. Wir haben für Dich Übungen vorbereitet, die Dich dabei unterstützen werden, ganz leicht und für Dich angenehm in die Ruhe und Entspannung zu kommen.

Was soll mir das Waldbaden bringen?

Das Waldbaden ist eine anerkannte vorbeugende Methode, die von Deiner Krankenkasse bezuschusst wird (Bonusprogramm, bitte vorher erfragen).

Gesund-Sein, Gesund-Bleiben ist das Motto. Solltest du unter stressbedingten Krankheiten leiden, so kann Dir das Waldbaden helfen, ruhiger und gelassener zu werden.

Was passiert beim Waldbaden?

Waldbaden ist eine Methode, die Dir das absichtslose, achtsame Schlendern/ Gehen im Wald nahebringen möchte. Bewusst wahrnehmen, ohne Wertung und ohne Zweck. Mit ein wenig Übung kann Dir das Gelingen und Du kannst es in Deinem Alltag integrieren. Die vielen positiven Auswirkungen des Waldbadens erläutern wir Dir im Waldbaden-Kurs. Wobei es in den Kursen nicht um die Vermittlung von theoretischem Wissen geht, sondern um das eigene Wahrnehmen.

Was benötigst Du dafür?

90 Minuten Zeit, Freude an der Natur und Neugierde etwas Neues auszuprobieren. Weitere Informationen erhältst du bei deiner Anmeldung (Kleidung, Treffpunkt).

Wer darf sich alles anmelden?

Wenn Du 14 Jahre (in Begleitung eines Elternteils) und älter bist, die körperliche Fitness besitzt, 90 Minuten im Wald verbringen zu können – dann sei dabei. Wir freuen uns auf Dich.

Kursgebühr beträgt pro Person 25€

Paare erhalten einen Paarbonus von 5€ pro Paar (45€)

Familien erhalten einen Familienbonus von 20€ bei 4 oder mehr Teilnehmern.

Termine

Samstags, Termine im Jahr 2022, jeweils von 13 – 14.30 Uhr

Kurs findet ab 8 Personen statt, max. 14 Teilnehmer möglich

Wir freuen uns auf Deine Anmeldung über das Kontaktformular.

Die Theorie hinter dem Waldbaden (Shinrin-Yoku)


Wie und wo ist das Waldbaden entstanden?

Das Waldbaden stammt ursprünglich aus Japan. 1982 wurde der Begriff Shinrin-Yoku durch das Japanische Ministerium für Landwirtschaft, Forsten und Fischerei geprägt. Der Begriff „Shinrin-Yoku“ beschreibt weitestgehend Waldbaden. Im tieferen Sinne bedeutet es den Kontakt zur Atmosphäre des Waldes. Wortwörtlich übersetzt heißt Shinrin-Yoku „Baden in der Waldluft“, in Kurzform Waldbaden. Waldbaden ist das achtsame, absichtslose Schlendern durch den Wald. Des Weiteren werden durch das Verweilen im Wald die Sinne (sehen, hören, fühlen, riechen evtl. schmecken) weit geöffnet.

In den folgenden Jahren hat sich das Waldbaden zu einer anerkannten Stressbewältigungsaktivität in Japan entwickelt. In den Jahren 2004 bis 2006 entstand ein Forschungsprojekt. In diesem Forschungsprojekt wurden die therapeutischen Wirkungen von Wäldern auf die menschliche Gesundheit aus wissenschaftlicher Sicht untersucht. Seither gibt es viele Reihenuntersuchungen, um die Auswirkungen von Waldumgebungen auf die menschliche Gesundheit festzuhalten. 2007 wurde in Japan die japanische Gesellschaft für Wald-Medizin (www.im-wald-sein.com) gegründet. Die Wald-Medizin ist eine neue medizinische, interdisziplinäre Wissenschaft, welche sich mit Alternativmedizin, Umweltmedizin und Präventivmedizin beschäftigt und die Auswirkungen von Waldumgebungen auf die menschliche Gesundheit untersucht.

In Deutschland erkennen schon viele Krankenkassen das Waldbaden als eine präventive Methode an, allerdings eher unter der Begrifflichkeit der Entspannung ähnlich wie z.B. Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung, Yoga usw.

Im Vordergrund von Waldbaden steht die effektive Nutzung von Waldressourcen zur Stressbewältigung, Gesundheitsförderung und Prävention von den verschiedenen stressbedingten Krankheiten wie z.B. Burnout, psychosomatische Krankheiten wie Durchfall, Tinnitus, Nackenschmerzen, Kopfschmerzen, um nur einige zu nennen. Waldressourcen sind für mich die gesunde Atemluft, die ausgeglichene Luftfeuchtigkeit und die Lärmreduktion. Die braune Farbe der Bäume bringt uns in die Ruhe und das Grün der Blätter und Gräser stärkt unsere Resilienz. Der Wald ist ein Schattenspender im Sommer, Winde können gebrochen werden. Der weiche Boden des Waldes ist gelenkschonend und die Waldluft ist so staub arm wie am Meer. Außerdem finden wir Terpene vor. Terpene zählen zu den sekundären Pflanzenstoffen und geben das Aroma, den Geschmack und die Farbe der Pflanze wieder. Die biologische Funktion der Terpene ist noch lückenhaft erforscht, allerdings werden sie bereits in Parfümen und kosmetischen Produkten eingesetzt. Terpene wurden nach dem Baumharz Terpentin benannt, was wesentlich bekannter ist.

Was bedeutet Waldbaden?

Waldbaden ist das absichtslose, achtsame Schlendern und Verweilen im Wald, bei dem versucht wird, alle unsere Sinne bewusst zu öffnen, häufig werden zusätzlich Entspannungsübungen eingesetzt.

Im Alltag versuchen wir bewusst oder unbewusst uns vor den Reizüberflutungen zu schützen, das erreichen wir, in dem wir unsere Sinneswahrnehmung einschränken.

Im Wald wollen wir gezielt alle unsere Sinne öffnen, wahrnehmen und diese vollumfänglich einsetzen.

Wissenschaftler haben bereits mehr als 5 Wahrnehmungssinne, dem Sehen, Riechen, Hören, Schmecken, Fühlen, gefunden bzw.  klassifiziert.  An die 13 Sinne sollen wir Menschen besitzen. Das sind: Gleichgewichtssinn im Innenohr, Wahrnehmen von Bewegungen, das Temperaturempfinden und die Selbstwahrnehmung (die einen beispielsweise Körperbewegungen oder die Lage von Körperteilen im Raum wahrnehmen lässt), Zeitwahrnehmung, Schmerzempfinden und die Wahrnehmung der inneren Organe, welche uns Hunger oder Durst signalisieren.

Was bewirkt der Wald für unsere Körper, Geist und Seele?

In wissenschaftlichen Studien konnten keine negativen Folgen festgestellt werden, im Gegenteil, es konnten sehr viele positive Auswirkungen gefunden werden. Folgende positive Auswirkungen kann das Waldbaden auf den Menschen ausüben:

Nervensystem

Die Ruhe, abseits jeglicher unnatürlichen Geräusche, bewirkt dass die Sympathikus-Aktivität abnimmt, der Blutdruck und der Blutzucker sinkt, die Atmung vertieft sich und die Parasympathikus-Aktivität zunimmt.

Unser Körper benötigt Erholungsphasen, um wieder ins Gleichgewicht zu kommen. Beim Waldbaden konzentrieren wir uns auf unseren Körper und nehmen den Wald wahr. Im Wald können wir durch verschiedene Dinge, wie Fernseher, Computer oder Handy nicht abgelenkt werden und so haben wir die Möglichkeit, in die benötigte Ruhe einzutauchen.

Hormonsystem

Die Stresshormone sind lebensnotwendig, jedoch führen dauerhaft erhöhte Stresssituationen zu einem starken Stresshormon-Anstieg, was zur Folge hat, dass unser Hormonsystem aus dem Gleichgewicht gerät.

Durch den Aufenthalt im Wald, den verschiedenen Übungen, die uns zur Ruhe bringen können, nehmen die Stresshormone ab.

Unsere Stresshormone (Adrenalin, Noradrenalin, Cortisol) sinken und

unser Jungbrunnenhormon DHEA steigt an.

Immunsystem

Natürliche Killerzellen (NK) vermehren sich und ihre eigene Zellaktivität nimmt zu. Die Anti-Krebs-Proteine steigen an. Haben wir ein starkes Immunsystem profitieren wir davon, indem wir mit möglichen Infektionskrankheiten mit ihren entsprechenden Erregern gut umgehen können und uns gesund, fit und leistungsfähig fühlen.

Der Wald stärkt unser Immunsystem.